Vita

Simon Kannenberg ist ein wahres Multitalent. Als Dirigent, Tenor und Musikwissenschaftler ist er der Musik auf unterschiedlichste Weise verbunden, wobei jede Tätigkeit die anderen unterstützt und ihm die Vereinigung scheinbarer Gegensätze nur so zufällt. Stets richtet sich seine Aufmerksamkeit auf die Suche nach dem gesanglichen Melos, dem organischen Fluss einerseits und der großen Form, der geistigen Architektur eines Werkes andererseits. Bei ihm gehören Körperlichkeit und Geistigkeit ebenso zusammen wie Immanenz und Transzendenz.  Jede Musik neu in ihrem Ausdrucksgehalt zu entdecken, ist ihm ein großes Anliegen und so widmet er sich ungeachtet überkommener Urteile gerne selten gespielten Werken und gestaltet spielerisch ansprechende, vielseitige Konzertprogramme.

Simon Kannenberg studierte in Hamburg Schulmusik, Gesang, Erziehungswissenschaften und Theologie, wobei seine maßgeblichen Lehrer Frank Löhr (Dirigieren) und Thomas Maxeiner (Gesang) waren. Unterschiedliche Hospitanzen und Kurse runden seine Ausbildung ab. Simon Kannenberg dirigierte diverse Laienorchester und -ensembles im Hamburger Raum. Einen Höhepunkt bildete die Aufführung von Orffs Carmina Burana und Bruckners Te Deum mit dem Jungen Orchester Hamburg und dem polnischen Jugendchor Resonans con tutti 2012 in der Hamburger Laeiszhalle. Seit 2017 leitet er das Hamburger Juristenorchester.

Der ehemalige Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der HfMT Hamburg und des Richard-Wagner-Verbandes Hamburg promovierte 2019 mit einer musikwissenschaftlichen Dissertation über den Briefwechsel von Joachim Raff und Hans von Bülow, die mit dem Promotionspreis 2020 der Gesellschaft für Musikforschung geehrt wurde und im Verlag Königshausen & Neumann erscheint.